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    12.05.2014 - B&K Offsetdruck - Flexibilität in vielen Facetten

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    BK Gruppe

    Werden lange ausgefeilte Investitionsvorhaben in letzter Minute umgeworfen oder verändert, gerät dies schnell zum Belastungstest für das Verhältnis Kunde-Lieferant. Doch wenn der Systemlieferant diese Flexibilität seines Kunden aufnimmt und unkompliziert in neue Pläne umsetzt, kann er Pluspunkte sammeln. So geschehen im Fall der Postpress-Anlage hinter der jüngsten Rollenoffsetanlage bei B&K Offsetdruck in Ottersweier.

     

    Drupa 2012 in Düsseldorf: Das Führungsteam der B&K Offsetdruck GmbH aus dem badischen Ottersweier hatte die Unterschrift für eine neue 16-Seiten-Maschine Typ KBA C16 geleistet und nun sollte derselbe Schritt auf dem Messestand bei RIMA-SYSTEM für das Postpress-System erfolgen. Doch da stand auch der Stangenstapler RS 610, der Firmenchef Jörn Kalbhenn sofort ins Auge fiel. Ein Telefonat mit dem wichtigsten Verlagskunden und prompt saßen Kalbhenn, seine Technische Betriebsleiterin Christina Hofmann und der Kaufmännische Leiter Werner Stimmler mit dem RIMA-SYSTEM-Team nicht über dem Kaufvertrag sondern wieder über dem Maschinenlayout. Kurzerhand wurde umgeplant: Neben der Schneidelinie, dem Kreuzleger und vor den Palettierroboter musste noch die „Stange" integriert werden – die erste überhaupt für B&K.

     

    Christina Hofmann erinnert sich noch bestens an die zusätzlichen Planungssitzungen: „Glücklicherweise gibt es 3D-Technologie um das darzustellen. Das hat wirklich geholfen." Auch das RIMA-SYSTEM-Projektteam leistete Überstunden und erarbeitete sich durch seine enorme Flexibilität den Respekt des (Neu-)Kunden. Noch auf der Drupa wurde das neue Konzept verabschiedet und der Vertrag schließlich unterzeichnet. Seit Sommer 2013 tut RIMA-SYSTEM-Technik hinter der neuen Rolle zuverlässig ihren Dienst.

     

    Flexibilität in vielen Facetten.

     

    Gerade „Flexibilität" ist ein wichtiges Stichwort, wenn man den Erfolg des Unternehmens B&K Offsetdruck erklären will. 1969 von Jochen Kalbhenn gegründet und seit 2002 von seinem Sohn Jörn geführt, wuchs das Unternehmen kontinuierlich und organisch. Heute produzieren knapp 220 Mitarbeiter an zwei Standorten in Ottersweier. Gedruckt wird sowohl im Bogen- wie auch im Rollenoffset. Ein Sieg in der Crossmedia-Kategorie der "Printstars 2013", dem Innovationspreis der Deutschen Druckindustrie, ist sichtbarer Ausdruck der bereits vorhandenen crossmedialen Kompetenz.

     

    Neben fünf Bogenoffsetmaschinen im Format 72x102 cm und 75x105 cm werden drei Offsetrotationen, eine Heidelberg M 600, ein KBA C 217 sowie – als jüngste Produktionslinie – eine KBA C 16 betrieben. Und die Möglichkeit, zwischen dem Bogendruck-Format IIIB und der 16-Seiten-Rolle hin- und her wechseln zu können, ist nur ein Aspekt in Sachen Flexibilität: B&K begann 2004 mit dem Inline Finishing im Rollenoffset und zählt heute unter anderem zu den Spezialisten für hochveredelte Zeitschriftenumschläge. Will ein Verlag beispielsweise kurzfristig noch Karten oder Sticker aufspenden, den Umschlag perforieren oder lackieren – kein Problem. Solche technischen Möglichkeiten sind jeweils auf mehreren Maschinen möglich, was B&K und damit auch den Kunden Sicherheit gibt.

     

    B&K ist eben nicht nur bei Maschineninvestionen ans Umplanen und extrem kurzen Produktionsvorlauf gewohnt. Da kommen die Daten für Umschläge schon mal eine Stunde vor Druckbeginn und die erste Teilauflage muss drei Stunden später ausgeliefert sein.

     

    Sicherheit bei der 4-Seiter-Produktion.

     

    B&K ist demzufolge für Postpresslieferanten ein sehr anspruchsvoller Kunde: Der klassische und „stabile" 16-Seiten-Falzbogen bildet in Ottersweier eher die Ausnahme im Produktionsprogramm. Viel häufiger sind es die 4- und 8-Seiter, die auch bei der Maximalgeschwindigkeit der Rotation von 65.000 U/h, geschnitten, gestapelt und palettiert werden müssen – was bis zu 260.000 4-Seiter pro Stunde bedeuten kann. Und hier trennt sich bei der Maschinentechnologie die Spreu vom Weizen.

     

    RIMA-SYSTEM konnte B&K konkrete Zusagen für das Handling von 4-Seitern genauso wie für hohe Grammaturen geben, vor allem auch was die Palettiergeschwindigkeit (fast 1.000 Pakete pro Stunde) angeht. Selbst der Stangenstapler funktioniert nachgewiesenermaßen bei 4-Seitern, die schon mal bei B&K aus 70- oder 80-g-Papier bestehen können. Dieses Zutrauen in die angebotene Technologie gefiel dem Team in Ottersweier sehr gut. Was ganz spezielle Anforderungen der Druckerei anbetraf, „zeigte sich RIMA-SYSTEM sehr findig", lobt Cheftechnikerin Christina Hofmann und Geschäftsführer Jörn Kalbhenn weiß von „einer schnellen und guten Planung" zu berichten.

     

    Zu den grundlegenden Vorgaben seitens der Druckerei gehörte, dass der Schuppenstrom so„geradeaus wie möglich" durch die Postpressanlage geschleust wird um die bei der Mehrnutzenproduktion anfallenden Mengen sicher zu transportieren. Die notwendige Richtungsänderung des Schuppenstroms wird durch Spiralförderer gelöst. RIMA-SYSTEM setzt diese Module seit Jahren erfolgreich ein, wenn bei hoher Geschwindigkeit Schuppenströme umgelenkt werden müssen. Im Gegensatz zu anderen Lösungen werden die Produkte in den Spiralen zu jedem Zeitpunkt gehalten und die Schuppe wird nicht aufgefächert. Auch die zunächst skeptische Technikchefin Christina Hofmann ist nach über einem halben Jahr Praxisbetrieb von dieser Lösung überzeugt: „Läuft problemlos, kein Ablegen, alles wunderbar".

     

    Die Musik spielt hinten in der Linie.

     

    Ursprünglich bestand die Konfiguration aus zwei Rotationsschneidern RS 831, den entsprechenden Kurven-/Eckkombinationen RS 231, einem Kreuzleger RS 36 S-13 mit Multiverblocker und einem Palettierroboter RS 400. Dass der so kurzfristig hinzugenommene „sehr kompakte" Stangenstapler geradezu elegant und platzsparend zu einer „All-in-one"-Konfiguration integriert werden konnte, fiel den Entscheidungsträgern bei B&K sehr positiv auf. Zumal der Roboter mit einem vollautomatischen Wechsel von Paketgreifer auf Stangengreifer ausgestattet ist und beide Abstapel-Varianten virtuos beherrscht. Manchmal müssen in der Tat an einen Kunden Teilmengen derselben Auflage in Stangen und der Rest in Paketen geliefert werden. Der werkzeuglose Wechsel von Stange zu Paket (und zurück) in weniger als einer Minute ist hier eine große Hilfe.

     

    Auch die Roboterzelle spiegelt die Flexibilität der Anlage wider. Damit ein wichtiger Staplerfahrweg nicht tangiert wird, wurde die Standardzelle entsprechend umkonfiguriert. Ein Vorteil der modularen Bauweise des Knickarmsystems.

     

    Durch die Massgabe, so gerade wie möglich in den Stangenstapler zu fahren, verläuft die Förderstrecke zum Stangenstapler zwischen dem Bedienpult (und damit dem Hauptarbeitsplatz der Bedienmannschaft) und dem Kreuzleger, was auf den ersten Blick keinen direkten Durchgang zum Kreuzleger ermöglicht. Doch auch hier wurde eine einfache Lösung gefunden. Die Stangen ist mit einem „begehbaren" hohen Einlauf ausgestattet. Die Bediener können sich auf dem Weg zum Kreuzleger darunter durchducken.Dies entsprach der Vorgabe bei der Gesamtfiguration , dass die Drucker und Helfer alle für die Produktkontrolle wichtigen Zugänge an der Postpress-Linie innerhalb von zehn Metern rund um den Leitstand erreichen können. Denn „dass die Musik hinten in der Produktionslinie spielt", das steht auch bei B&K längst außer Frage. Und so war die Aufstellung der einzelnen Maschinen nach Aussage von Christina Hofmann „kniffliger als es jetzt aussieht".

     

    Mit einer Integration von Hochförderstrecken – einem der Verkaufsschlager im RIMA-SYSTEM-Portfolio und die übliche Bewältigung solcher Zugangshürden –, konnte sich die Betriebsleiterin indes nicht anfreunden.

     

    Automatisierung stets erstrebenswert

     

    Derzeit wird die neue Rotation bei B&K vor allem für das „Mengengeschäft" eingesetzt, was aber durchaus viele Wechselversionen mit sich bringen kann, da die Maschine fünf Doppeldruckwerke und eine Imprinter-Funktion aufweist. Den vielen Wechseln kommt wiederum die elektrische Voreinstellmöglichkeit der RIMA-SYSTEM-Komponenten zu Gute – ein Feature, das erstmals im B&K-Postpress-Maschinenpark auftaucht. In Zukunft soll auch die Job-Ticket-Steuerung zur Anwendung kommen, die zum Lieferumfang gehörte, aber noch einige Anpassungen im internen Workflow voraussetzt. Für Christina Hofmann ist es keine Frage, dass alles erstrebenswert ist, was den Produktionsfluss automatisieren hilft. Das führe dazu, „besser und schneller zu werden".

     








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